RAPKARTELL

Devin the Dude – Waitin’ To Inhale


Viel hat sich getan in der Rapwelt, seit Devin aus Houston, Texas im Jahr 1998 sein geniales Solodebüt „The Dude“ veröffentlichte. Einer hat sich in der Zwischenzeit allerdings kaum verändert: Devin. Auch sein 2007 erschienenes viertes Soloalbum „Waitin’ To Inhale“ erschien auf Rap-A-Lot Records, noch immer ist der Odd Squad dabei. Und Devin macht immer noch das, was er am besten kann: von den wesentlichen Dingen des Lebens erzählen. Oder wie er es ’98 so treffend ausgedrückt hat: „I smoke weed, I drink brew, that’s all I rap about, cause shit, that’s all I do“

Sympathisch und humorvoll wie eh und je beschreibt er seinen Lifestyle in Songs wie „Hope I Don’t Get Sick Of This“ oder dem grandios-entspannten „What A Job“ mit Snoop Dogg und Andre 3000 von Outkast. Den Höhepunkt dieser Kategorie stellt „Broccoli & Cheese“ dar, bei dem er ausführlich beschreibt, wie er versucht, seine Neue ins Bett zu kriegen mit Argumenten wie „this dick is clean that you could serve it with some lima beans.“ Als Ergänzung zu seinem entspannten Erzählstil gibt es zwischendurch auch immer mal wieder kürzere Gesangseinlagen, wie zum Beispiel auch bei der leider viel zu kurzen Bong-Hymne „Nothin To Roll With.“

Thematisch gibt es eigentlich nur bei „Lil’ Girl Gone“ mit Lil’ Wayne und Bun B von UGK Abweichungen vom Altbewährten. Das könnte auf Dauer etwas eintönig werden, doch für diese Art von Rap gibt es wohl einfach keinen besseren als Devin. Eher überflüssige Tracks wie „She Useta Be“ oder „Almighty Dollar“ kann man ihm letztendlich verzeihen, denn insgesamt gibt es hier genug gute Songs, um das Album als absolut hörenswert zu bezeichnen.

6/10

2007 Rap-A-Lot Records