RAPKARTELL

Pimp C – The Sweet James Jones Story


Die erste Soloveröffentlichung „The Sweet James Jones Story“ der inzwischen verstorbenen Texas-Legende Pimp C erschien 2005, während der Rapper inhaftiert war. Es handelt sich daher um Songs, die im Voraus aufgenommen wurden und nicht um ein herkömmliches Studioalbum. Das Ganze wurde im Zuge der „Free Pimp C“-Kampagne veröffentlicht, die Rap-A-Lot Records und der alte UGK-Weggefährte Bun B ins Leben gerufen hatten.Was ansonsten eher abschreckend wirken könnte, hat hier allerdings gut funktioniert, will sagen, die Auswahl der Songs weiß zu gefallen. Einen roten Faden gibt es natürlich nicht, jedoch spricht die Qualität vieler Tracks einfach für sich. Mit „Hogg In The Game“ geht es gleich ziemlich energisch los, die folgenden „Swang Down / 10 A Key“, „I’m A Hustler“ und „Comin’ Up“ sind eher smoothere Nummern, bevor dann mit „I’s A Playa“ die erste richtige Bombe platzt. Ein herrlich entspannter Beat, dazu die Styles von Pimp C, Bun B, Z-Ro und sogar Flowmonster Twista – so etwas hätte auch auf die UGK-Klassiker „Ridin’ Dirty“ und „Super Tight“ gepasst. Zwar wird das Niveau im Anschluss nicht mehr ganz so beständig wie am Anfang gehalten, mit „Slow Down“ sowie vor allem „Everytime“ gibt es aber immer noch satten Sound auf die Ohren – was Devin the Dude bei letzterem abliefert, würde ich sogar getrost als einen der besten Refrains überhaupt bezeichnen. UGK standen immer für hochwertigen Texas Rap; das ändert sich mit diesem ungewöhnlichen Release auch nicht, auch wenn die alten gemeinsamen Alben natürlich über allem thronen. Wer Gefallen an ihrem charakteristisch smoothen Style hat, kann hier ebenfalls bedenkenlos zugreifen, da die Produzentenschar (u.a. Mike Dean, John Bido, DJ DMD, N.O. Joe, Cory Mo und Dani Kartel) ihren Job gut gemacht hat. Rest in Peace Chad Butler aka Pimp C.

7/10

2005 Rap-A-Lot 4 Life/J. Prince Entertainment